Aktuelle Ausstellungen

In Pilsen finden Sie eine Reihe von Kunstschulen. Die Fakultät für Kunst und Design von Ladislav Sutnar wurde an der Westböhmischen Universität errichtet, an der eine Reihe tschechischer Künstler tätig sind. All dies spiegelt sich in der Anzahl der Galerien wider, die Sie hier finden. Die meisten von denen befinden sich im Stadtzentrum. Zu den wichtigsten gehören hauptsächlich die Westböhmische Galerie, die Galerie der Stadt Pilsen, die Jiří-Trnka-Galerie und die Ladislav-Sutnar-Galerie. Das Westböhmische Museum und die kreative Zone DEPO2015 organisieren ebenfalls interessante Ausstellungen für ein breites Publikum. Werfen Sie einen Blick auf unsere Liste der aktuellen Ausstellungen in Galerien und Museen in Pilsen.



Butterflies Don’t Live in the Ghetto: Operation Anthropoid (bis 2. Juli)

„Butterflies Don’t Live in the Ghetto“ ist ein langfristiges Forschungs-, Bildungs- und Ausstellungsprojekt, das vom Kurator Jan Van Woensel initiiert und geleitet wird. Schon seit 2019 beschäftigen sich Studenten des Ateliers Fotografie der Ladislav-Sutnar-Fakultät für Kunst und Design alljährlich mit der Erforschung von Schlüsselmomenten des Zweiten Weltkrieges. Die dritte Ausstellung in Reihe, die man in der Ladislav-Sutnar-Galerie besuchen kann, konzentriert sich dieses Mal auf die Operation Anthropoid. Sie berücksichtigt wichtige Begebenheiten, die vor über 80 Jahren stattfanden, einschließlich dem Attentat auf Reinhard Heydrich, der Zerstörung der Orte Lidice und Ležáky und dem letzten Kampf  der tschechischen Fallschirmspringer in der Heiligen Cyrill-und-Method Kirche.

Interaktive Exposition Der kleine Prinz (bis 7. Juli)

Die interaktive Ausstellung mit erweiterter Realität „Kleiner Prinz“ von der bildenden Künstlerin Eliška Podzimková kommt nach Erfolgen im In- und Ausland wieder zu uns zurück, und zwar in die Pilsener Papierfabrik. Die Ausstellung wird von Fotografien begleitet, die in Island gemacht wurden und in die die weltbekannte Autorin Illustrationen zu den Motiven des Kleinen Prinzen zeichnete. Den sich bewegenden Kleinen Prinzen mit einem Fuchs können sich die Besucher mithilfe einer App ansehen, die man kostenlos in jedem Smartphone herunterladen kann.

Jiří Špinka – Holzzeit (bis 14. August)

Die Ausstellung Holzzeit, die im Refektorium des Museums für Kirchenkunst der Pilsner Diözese zu besichtigen ist, erinnert uns an Jiří Špinka und seine einzigartigen kinetischen Reliefs – Uhren. Die ausgestellten Exponate werden um Informationen aus der Publikation  „Zastavený čas“ (Angehaltene Zeit) ergänzt. Darin kartiert seine Ehefrau, die Dichterin Vlasta Špinková, sein Werk und bereichert es um die menschliche Seite seiner Persönlichkeit. Seine Werke sprechen alle Altersgruppen an, insbesondere die kinetischen Holzschnitte  „Uhren – Turmuhren“.

Michal Cihlář – Stilleben mit geworfenem Handschuh (bis 28. August)

Die Westböhmische Galerie in Pilsen lädt Besucher in den Ausstellungssaal „Fleischbänke“ zur Ausstellung des bekannten Grafikers Michal Cihlář ein, den wir als bahnbrechende Persönlichkeit des tschechischen modernen Linolschnitts bezeichnen können. Wie der Autor selbst sagt, handelt seine Ausstellung vom Ruhigwerden, vom vergessenen Realismus und nicht zuletzt von der Rückkehr zur traditionellen Darstellung. Zum Verdeutlichen sind hier neben den ausgestellten wesentlichen grafischen Papieren auch die Druckstöcke der Linolschnitte zu sehen. Beim Besuch der Galerie erhält man also einen unauffälligen Einblick in die Arbeitsprozesse, sowie in das Umfeld des Künstlers.

Ivana Urbánková | Zdeněk Manina – Schwimmer und andere Figuren (bis 28 August)

In die Galerie der Stadt Pilsen können Sie zu einer Ausstellung mit Wandteppichen, Skulpturen und Gemälden von Ivana Urbánková und Zdeněk Manina gehen. Die Werke der sich generationsmäßgig nahen Autoren verbindet nicht nur  die Ähnlichkeit der gewählten Themen, sondern abenso die Großzügigkeit ihrer künstlerischen Konzeption und ihr spezifischer Sinn für Humor. Die Textilkünstlerin Ivana Urbánková und der Bildhauer Zdeněk Manina beschäftigen sich mit gewöhnlichen oder gar banalen Motiven aus unserem Alltag, die sie mit einer verständnisvollen und zugleich amüsierten Distanz betrachten.

Interaktive Exposition Hinauf in die Wolken (bis 31. August)

Im Kulturraum DEPO2015 finden Sie derzeit die interaktive Erlebnisausstellung Hinauf in die Wolken (Vzhůru do oblak) die Sie in die Welt der Mythen und Märchen, des Fliegens und sogar der physikalischen Gesetze entführt. Es nimmt Sie und Ihre Kinder mit auf eine Reise von den Ursprüngen des Fliegens über die Inspiration durch fliegende Tiere und Pflanzen bis hin zu den ethischen Fragen und ökologischen Auswirkungen des Fliegens heute. Sie können einen Blick in ein Naturlabor werfen, eine eigene Rakete starten oder erleben, wie es ist, wenn einem Flügel wachsen.

Das dreifache Leben mittelalterlicher Keramik (bis 25. September)

Die aktuelle Ausstellung im Westböhmischen Museum unternimmt den Versuch die Entwicklung der mittelalterlichen Keramik in allen Etappen einzufangen, angefangen bei ihrer Geburt in der Töpferwerkstatt bis zur Anwendung im Haushalt. Für kleine Besucher ist im Rahmen der Ausstellung eine Kinderwerkstatt aufgebaut, die es ihnen ermöglicht die Arbeit eines mittelalterlichen Töpfers, eines neuzeitlichen Archäologen oder Museumsrestaurators auszuprobieren. In der Ausstellung gibt es auch eine repräsentative Auswahl der Keramikproduktion der vier Königsstädte – Brünn, Pilsen, Jihlava und České Budějovice zu sehen.

Kubišta, Pinkas, Sekal et al. Erwerbungen der ZČG von 2012-2021 (bis 28. September)

Im Ausstellungsaal „13“ wird eine Auswahl von Erwerbungen präsentiert, welche die Sammlungen der Galerie im letzten Jahrzehnt erweitert haben. Die Sammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts wurde um Werke von Gabriel von Max, Ludmilla von Flesch-Brunningen, August Piepenhagen und Hippolyt Soběslav Pinkas erweitert. Zu den bedeutendsten Anschaffungen der Westböhmischen Galerie gehören drei Radierungen von Bohumil Kubišta aus seiner frühen Zeit, von der Kunst der 1950er Jahre bis zur Gegenwart dann Skulpturen von Zbyněk Sekal und Werke von Ivan Sobotka und Viktor Karlík. Bedeutsam sind auch die Ankäufe von Werken bekannter regionaler Künstler aus der Zeit zwischen den Kriegen wie Josef Hodek, Bohumil Krs, František Pořický und Josef Tetínek.