Die St.-Bartholomäus-Kathedrale

Ein echtes Wahrzeichen der Stadt Pilsen ist die gotische St.-Bartholomäus-Kathedrale. Ihr stolzer Kirchturm ist der höchste in der Tschechischen Republik (102,26 m). Wenn Sie die knapp 300 Stufen des Turms erklimmen, bietet sich Ihnen ein herrlicher Ausblick auf die Stadt und das umliegende Land. Bei gutem Wetter sind nicht nur die Gipfel des Böhmerwaldes und des Böhmischen Waldes zu sehen, sondern auch die Alpen. 

 

Öffnungszeiten

Kathedrale:
z.Zt. wegen Renovierungsarbeiten geschlossen
(bis 2020)

Zutritt zum Kirchturm:
Montag- Sonntag 9:00 – 18:30
(letzter Aufstieg möglich um 18:00)

Admission fee

Einmaliger Aufstieg:
Erwachsene: 50 CZK
Kinder (6-15 Jahre): 25 CZK
Schüler (ab 16 Jahre), Studenten und Senioren: 35 CZK

Jahreskarte:
Erwachsene: 250 CZK
Kinder (6-15 Jahre): 120 CZK
Schüler (ab 16 Jahre), Studenten und Senioren: 170 CZK

Haltestelle ÖNV

Náměstí Republiky
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Náměstí Republiky
301 00 Pilsen

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Geschichte der Kathedrale

Der Bau der dem Pilsener Patronen St. Bartholomäus geweihten Kathedrale begann mit der Gründung der Stadt (1295) und wurde Anfang des 16. Jahrhunderts beendet. Der zweite der beiden ursprünglich geplanten Türme (Nord- und Südturm) wurde nie fertiggestellt.  Im Jahr 1993, als Papst Johannes Paul II. das Pilsner Bistum gründen ließ, wurde die St.-Bartholomäus-Kirche zur Kathedrale.

Restaurierung

Der Kircheninnenraum wird zurzeit restauriert. Nach dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten werden sie Besucher nicht nur die original Pilsener Madonna auf dem Hauptaltar besichtigen können, sondern auch die reich verzierte Sternberg-Kapelle  oder die wunderschön gestalteten Kirchenfenster. Im Dachstuhl der Kirche entsteht außerdem eine neue Ausstellung. Im Jahr 2020 soll die Kathedrale wieder für Besucher zugänglich sein.

Die Pilsener Madonna

Das kostbarste Werk im Kircheninneren stellt die Pilsener Madonna dar. Die gotische Skulptur aus Plänergestein entstand im sog. Weichen Stil der „Böhmischen Schönen Madonnen“ gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Ab dieser Zeit zog die Pilsener Kathedrale zahlreiche Pilger an, die um Hilfe oder die Heilung Kranker beteten. Die Pilsener Madonna war im ganzen Land berühmt, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass Kopien der Skulptur entstanden. Eine davon ist sogar in unmittelbarer Nähe zur Kathedrale auf der Marien-Pestsäule zu sehen.  Auf die Pestepidemie weist der Totenkopf hin, den das Jesuskind hält.

Der Wünsche erfüllende Engel

An der hinteren Außenwand der Kirche befindet sich eine Figurengruppe, die Christus auf dem Ölberg darstellt. Sie wird durch ein Gitter geschützt, das kleine Engelsköpfe ziert. Einer dieser Engelchen ist gegenüber den anderen sichtbar abgenutzter. Und genau dies ist der Ort, wohin bis heute viele Pilsener mit ihren Wünschen und Bitten kommen. Die einen sagen, dass das Engelchen geheime Wünsche erfüllt, andere behaupten, dass es einfach Glück bringt, den Engelskopf zu berühren. Es ist also Ihnen überlassen, welche Version Sie lieber glauben. Sie sollten es aber auf jeden Fall versuchen und ein bisschen Glück aus Pilsen mitnehmen.


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